Samstag, 23. August 2014

Day 10: Mehr und mehr Arbeit



Hier wird Reis gepflanzt und das Feld danach geflutet
Der Tag fing wieder früh an um 5:15 Englisch mit der Vocational-Klasse an. Doch als ich an dem Versammlungsplatz der Schüler ankam sagte Asu das alle Schüler von einem anderen Lehrer unterrichtet werden würden und ich daher nur zwei Schülerinnen aus der High-School.
Ich hatte mich schon den ganzen gestrigen Abend gefreut das ich heute nur eine Stunde unterrichten muss und daher sonst frei hätte.
Leider kam bei der Arbeit morgens Asu zu mir und fragte nur wann ich den Zeit für zwei Stunden Unterricht hätte. Ich sollte eine Horde von 17 Kindern von sechs bis 12 Jahren zu unterrichten. Außerdem sei ihr Level sehr niedrig. Wie niedrig wurde mir um 13 Uhr klar als ich in die „Klasse“ (nur ein Dach und eine Tafel die mir hin gehangen wurde, außerdem keine Stühle und eine immense Hitze) kam und nach dem Good Day nichts zurück kam und What's your name und Co unbeantwortet blieb. Also konnten die Schüler fast kein Wort Englisch und konnten teilweise erst grade Thai schreiben also kannten keine Englischen Schriftzeichen. Das Gute ist, dass ich die paar Sätzchen die ich versucht habe in der Stunde zu lehren versucht habe schon in Thai konnte. Jedenfalls war das Unterrichten echt mühsam und ich habe am Ende nur zwei Jungs erklärt was die ganze Gruppe machen sollte (sich zu zweit vorstellen) und Sie haben es dann vorgemacht und weitergegeben. Dennoch war es echt anstrengend und ich glaube nicht das nun alle ihren Namen, ihr Alter und ihr Befinden auf Englisch sagen können aber ich denke ich habe mein bestes gegeben.
Selbst Asu fragte nachher wie viele Lehrer denn da gewesen wären, also scheine ich eigentlich noch Unterstützung bekommen zu sollen.
Nach dem Unterricht bin ich ein wenig erkunden gegangen und am Ende ein mal um den Block gelaufen und in mich etwas umgeschaut. Daher rühren auch die vielen Bilder.
Schon wieder etwas gelernt: So wachsen Drachenfrüchte
Wenigstens habe ich morgen nur die eine Stunde und immerhin ist der Sonntag außerhalb der Asoke ein freier Tag, sodass hoffentlich nichts zwischen mich und den Plan morgen endlich nach Kantharalak zu fahren kommt.

Die Einfahrt der Asoke und der Supermarkt von der Straße aus
Oma hat uns beim Frühstück einen Zettel gegeben auf dem das Gebet, dass immer vor dem Essen gesprochen wird steht:

Wenn wir essen lass uns jeden Bissen kauen.
Wir Gedenken, dass wir für die Gemeinde essen.
Esst nicht mit Gier weil der Bauer für euch Schweiß vergossen hat.
Wir essen um frei zu sein, wir essen mit Herz um die Kraft des Essens zu erkennen.
Danke Köchin und Koch.
Danke Landwirt.

Freitag, 22. August 2014

Day 9: Der Start ist gemacht

Frühstück
Tafelbild von Grade 9
Tafelbild der High-Vocational-School
Auf dem Weg zurück vom Supermarkt fand ich eine Kokosnuss
öffnete sie sogleich, leider war das Kokos-Wasser sauer
Der kleine Gecko war ganz zutraulich, diese Art läuft hier überall herum
Diese Gottesanbeterin flog mir eben beim Vorbereiten zu


Heute habe ich also das erste mal alleine unterrichtet. Erst um 5:15 in der Shampoo-Factory die High-Vocational Klasse, die eigentlich auch nur sechs Jungs in meinem Alter bestehen sollte. Nun waren aber noch vier High-School Schülerinnen dabei, die natürlich viel besser waren und alles vorgesagt haben, sodass der Unterricht für meine eigentlichen Schüler nicht viel gebracht hat.
Auch ist das Niveau zwischen den Schülern sehr unterschiedlich, manchen kann man schon langsam und laut kleine Aufträge geben, doch der Großteil muss es von den besseren auf Thai gesagt bekommen. Dies erschwert das Vorbereiten, da man am besten zwei Stunden vorbereitet und dann parallel hält. Das Gute ist, dass die Mädchen schätze ich das selbe Niveau haben wie meine neunte Klasse sodass ich ihnen deren Aufgaben geben kann. Da ich vorher gar nicht wissen konnte welches Niveau mich erwartet hatte ich für Grundschul-Level vorbereitet, was bei den meisten auch passt, nur die Motivation ist viel geringer als bei den Grundschülern. Dennoch bin ich froh Kontakt mit Schülern in meinem Alter knüpfen können.
Danach bin ich direkt zur Herbal-Factory mit Rebekka und Carla gegangen, wo wieder eine Haufen Lianen auf uns warteten. Doch gewöhnt man sich jeden Tag mehr und mehr an solch monotone Arbeit und die Frauen die sonst dort arbeiten sind sehr nett und außerdem kann man im Haus gegenüber immer Tamarind-Juice abgreifen, ein warmes Getränk das süß mit leicht saurem Nachgeschmack ist und wovon wir uns täglich ein Glas gönnen.
Frühstücken konnten wir heute nicht in der Halle weil eine riesige Gruppe Asiaten (weis nicht welche Nationalität) zu Gast waren und es sehr voll dadurch war. Leider gab es in der Küche wo wir uns mit den Schülern Essen genommen haben aber nur Reis mit einer Tomaten-Ratatuille Sauce, die zur Abwechslung sehr mild und leicht süßlich war und gar „europäisch“ schmeckt, doch dem lies sich leicht mit Korriander und scharfer Sauce Abhilfe schaffen.
Um 12 Uhr hatte ich eine Stunde mit der dritten und vierten Klasse, fünf Jungs die echt lieb wenn auch hibbelig sind und gerne mal mitten in der Stunde aufstehen und rumlaufen. Ich hatte Fruits vorbereitet, die sie zwar teilweise schon kannten, dennoch hat es ihnen Spaß gemacht und Wiederholung schadet nicht. Ich hatte mir Bilder aus dem Netz gezogen und sie auf dem Laptop gezeigt und die Kinder dann gefragt welche Frucht sie sehen, nachdem ich selbe an die Tafel in Englisch und Thai geschrieben habe. Ein ältere Schüler kam zwischendurch vorbei und machte Bilder für das Asoken-TV, das manchmal beim Frphstück läuft und glaube ich in allen Asoken läuft gezeigt. Das gute war, das zu der Zeit wo er da war alles glänzent lief und er sogar ein Video von meiner kleine Präsentation am Laptop gemacht hat.
Für die neunte Klasse die ich direkt danach unterrichtet habe, hatte ich Sätze mit den Zeiten vorbereitet, wo man die Infinitive gegeben hat und Lücken mit richtig den richtige Formen bilden musste. Es stellte sich aber heraus das dies noch echt schwer ist, obwohl sie schon will-future, simple present, simple past und past participle gelernt hatten. Der Vorteil war nun, dass alles länger dauerte und ich so das was für heute noch geplant war (to-Infinitive) erst in der nächsten Stunde dran kommt und ich so nichts Vorbereiten muss.
Nach der Stunde bin ich erstmal in die Bibliothek gegangen um etwas Musik zu hören, das Internet zu durchsurfen und einfach etwas auszuruhen. Die Primary-Schüler hatten mir nach dem Unterricht etwas von Sport erzählt und mir dämmerte schon das ich auch in Verbindung stand, jedoch hatte dies schon wieder fast vergessen. Nun standen plötzlich meine Jungs hinter mir und wollten das Ich mitkomme. Das tat ich ohne zu wissen ob das alle Schüler sein würden, wo Sport gemacht wird und was man machen könnte. Es stellte sich heraus, dass auch andere Kinder mitmachen wollten oder sollten und am Ende sogar der kleine Bruder von einem meiner Schüler auf dem Kindergarten mitmachte. Sport scheint hier, fangen und verstecken spielen auf dem Platz an der Dünger-Fabrik zu heißen. Verstecken tun sich die Kinder überall, auf Meter hohen Säcke-Bergen ebenso wie auf und in LKW-Containern. Ich war froh das ich am Ende alle heil wieder zurück bringen konnte da ich der einzige Erwachsene dort war. Also scheint es das ich noch eine Stunde mehr hätte, die jedoch echt lustig war.
Nachmittags haben wir neue Snacks in dem Supermarket gekauft und hatten auch kein Thai-Unterricht, sodass alles recht entspannt war. Das Abendessen war Vielfältig und echt lecker. Komisch denn normalerweise ist das Frühstück um Weiten besser. Wir haben von Oma schon vor am Anfang eine Art isolierte kleine Plastik-Tonne bekommen die für Eis sei. Jedoch wussten wir bis heute nicht das man Eis in Massen in der Küche bekommen kann, sodass wir immer kleine Flaschen mit Wasser aufgefüllt hatten und diese vor dem Shop der Herbal-Factory in einem zu kalten Kühlschrank deponiert hatte, der dadurch auch über Nacht friert. So konnte man immerhin das Wasser etwas kühlen wenn dies auch nur für morgens reichte.
Morgen habe ich nur die Stunde um 5:15 und die Arbeit morgen und wir haben vielleicht endlich Zeit nach Kantharalak zu fahren.

Donnerstag, 21. August 2014

Day 8: Plötzlich Lehrer


Nebel auf dem Feld vor meiner Hütte nach dem Regen

Die Sonne geht unter, der Abend bricht an
Lässt sich schrecklich schwer lenken, macht trotzdem Spaß
Mein Tages-Plan bis jetzt
Das Ergebnis von einer Stunde Thai-Unterricht


Die Asoke aus dem All, die schwarzen Linien sind Wege und die Weißen Umrandungen Grundrisse
Meine Arbeit heute morgen bestand wieder aus Blätter zupfen und aus Papaya halbieren und die Kerne auskratzen. Asu besteht darauf, dass Carla nicht viel läuft und hat uns daher eine Art Elektro-Rikscha bekommen um die Distanzen zu überbrücken. Dabei kann Carla mit Krücken ganz ordentlich laufen, ist nur ein wenig langsamer. Ich habe mich gestern Abend gedehnt und konnte heute beim Frühstück schon viel schmerzfreier im Schneidersitz sitzen.
Rebekka hat heute morgen auch wieder unterrichtet doch mit drei Leuten, einer Übersetzerin und dann noch drei Schülern macht es wenig Sinn. Daher sind Carla und Ich nicht mitgekommen, obwohl wir wieder von Zen geholt wurden.
Mittags haben wir uns aber zu dem High-School Unterricht dazu gesetzt. Ich hatte Rebekka ein wenig geholfen Vorzubereiten. Ich habe das Lied Love Story von Tailor Swift herunter geladen, was bei dem sechsköpfigen und rein weiblichen Englisch Kurs extrem gut ankam.
Nach der ersten Stunde kam Asu plötzlich zu mir und fragte warum ich nicht meine Klasse unterrichte. Ich hatte meinen Stundenplan noch immer nicht erhalten und daher keine Ahnung ob und wann ich unterrichten sollte. So musste ich mich komplett unvorbereitet vor die unbekannte Klasse stellen und mir etwas aus den Fingern sagen. Asu saß einen Großteil der Stunde mit hinten in der Klasse um zu übersetzten aber da sie quasi meine Chefin ist war ich leicht nervös. Das gute ist, dass die Klasse schon ganz ordentlich Englisch spricht, sodass man sich auf Englisch verständigen kann um zum Beispiel Arbeitsaufträge zu geben. Am Ende hab ich Vokabeln abgefragt und noch einmal will-future, simple present, past und Past perfect wiederholt. Teilweise konnten die Schüler (sechs an der Zahl) schon fast alles.
Anschließend hat Asu mit uns allen drei geredet und uns die Stundenpläne für die Middle School gegeben und außerdem noch geschwind den Unterricht für die Primary-School, High Vocational School und eine Adult-School vergeben. Ich unterrichte also morgen erst um 5:15 Uhr vier 16 jährige Schüler deren Nivea nicht sehr hoch ein soll, dann um 12 Uhr eine dritte und vierte Klasse und um 13 Uhr den Grade 9 den ich heute auch schon unterrichtet habe.
Die Adult-School fängt noch nicht morgen an sondern das dauert wohl noch etwas, dafür soll das Niveau der Schüler sehr hoch sein, sodass man sogar Bücher lesen kann. Der Anspruch an mich ist also hoch.
Unser freier Tag ist jetzt doch Mittwoch was wir natürlich wieder ein Tag nachher erfahren haben. Also hab ich erst nach zwei Wochen das erste mal einen Tag wirklich frei. Dafür ist das Wochenende sonst nicht sehr voll mit Arbeit.

Asu hat uns auch erzählt das wir Montags morgens nicht Arbeiten müssen und dafür immer mit den Mönchen reden dürfen. Ich denke es wird viel über Religion und Moral gehen und daher recht Interessant sein, jedoch fallen mir nach keine guten Fragen ein. Wenn eine/r von euch eine Frage hat die ich einem buddhistischen Mönch stellen soll einfach in die Kommentare oder in einen Email an mich schreiben.
Thai-Unterricht hatte wir auch das erste mal heute bei einer Frau namens Aga, die sich auch viel um die Freiwilligen kümmert und sie auch zu sich nachhause einlädt und auf Ausflüge mitnimmt.
Eine super nette Frau, die jedoch nur auf Thai schreiben kann, sodass wir uns die Wörter immer selber übersetzen müssen oder versuchen raus zuhören wie sie mit normal Buchstaben geschrieben werden. Dafür lernen wir gleich auch die Schrift. Es macht es Spaß wieder eine Sprache ganz neu zu lernen, bei mir ist das letzte mal in der sechsten Klasse gewesen.
Heute hat es viel geregnet und ist generell nicht ganz so heiß gewesen, eine schöne Abwechslung.
Abends habe ich hauptsächlich den Unterricht für heute vorbereitet das Google Earth Bild bearbeitet.

Meine Adresse: Sisa Asoke Community
350 Moo 15 Tambon
Chachang, Kantaralak,
Thailand

Schreibt mir Bitte eure Fragen an die Mönche: Pumba5@gmx.de

Mittwoch, 20. August 2014

Day 7: Team-Deutschland ist komplett

Mein Frühstück und teilweise mein Mittagessen
Der arme Frosch, das separierte Stück im Vordergrund ist ein Arm.
Mein Selfmade-Toaster
Der Tag war schon fast ein „normaler“ Tag, Morgens in der Herbal-Factory 2,5 Stunden Blätter von so Lianen zupfen die anscheinend wenn man sie isst den Körper reinigen. Eine eigentlich ganz schöne Arbeit jedoch hatten die Blätter wieder Ameisen-Befall sodass man ständig das Gefühl hat überall krabbelt es und gleich wird man gebissen.
Chill-Out bei leichtem Regen
Anschließen gab es Frühstück, heute mit viel Glasnudeln und frittiertem Tofu und anderen fettigen Leckereien. Beim Spülen viel mir ein kleiner Frosch auf, der anscheinend in einer voll geregneten Tasse über Nacht ertrunken war. Ich hab ihn auf ein kleines Brettchen gelegt um ihn mir nach dem Spülen genauer anzuschauen, jedoch war er als ich Zeit dafür fand extrem angefressen von Ameisen. Nach circa drei bis vier Stunden war der ganze Frosch komplett zerteilt und weggetragen worden. Generell tun die Ameisen hier einen riesigen Job, überall suchen sie nach Essbarem, was bei der Aufbewahrung von süßen Früchten häufig zum Problem wird. Dafür helfen sie einem auf die Hütte sauber zu halten weil der meiste Schmutz aus Krümeln, Reiskörnern oder Fruchtstücken besteht. 
Danach habe ich ein wenig die Hütte aufgeräumt und Mails geschrieben bis plötzlich eine zarte Stimme nach „Teacher, Teacher-Timon“ rief. Anscheinend mussten wir unterrichten mit der Primary-School und die kleine Zen hatte uns 20 Minuten nach Stundenbeginn geholt. Auf Rebekkas Stundenplan war die Unterrichtsstunde jedoch nicht vermerkt daher lag keine Schuld bei uns. Improvisieren war angesagt und wir haben mit den Kindern Tiere gemalt und deren Namen gelernt.  
Mittags hatten wir eine kleine Pause und es war ausnahmsweise echt angenehm weil es leicht regnete und die Temperaturen auf ein erträgliches Niveau sank. 
Asu hatte mir am Vortag eine Packung Toast gebracht weil sie sich ständig darum sorgt das ich genug esse. Da weder Rebekka noch Ich Lust auf weißes Toast hatten entschied ich mich es so gut wie es geht zu trocknen. Daher habe ich mir die auf dem Bild dargestellte Bambus-Schnur Konstruktion ausgedacht.
Technisch einwandfrei, jedoch machten und die Ameisen einen Strich durch die Rechnung weil sie irgendwie von dem Brot Wind bekommen hatten und das Brot schon großteils bedeckt hatten. Jetzt nutzen wir einen Konstruktion mit einem Becher in einer Wasser gefüllten Schüssel aus Ameisen Barriere.
Nachmittags um 16:30 sollten wir nach Ubon fahren um Carla vom Flughafen abzuholen. Zuvor musste ihr Haus jedoch in Ordnung gebracht waren, doch als wir dort ankamen hatten ein paar Schüler schon alles Erledigt. Carla hatte sich am letzten Seminartag den Fuß gebrochen und hatte daher ihren Flug verschieben muss und wurde nun in einem Rollstuhl von einem Flughafen Mitarbeiter umher geschoben. Den Rollstuhl braucht Sie zwar nicht aber Krücken schon. Nun sind wir also vorerst komplett, denn es ist unsicher ob die vierte Freiwillige noch kommt.
Also wird morgen oder übermorgen auch der Thai-Unterricht losgehen was ich sehr gut finde weil so vieles einfacher werden wird. Vor allem das Unterrichten.
Wie mit mir waren wir auch mit Carla in Ubon noch japanisch Essen, jedoch mag ich das Essen in der Asoke deutlich lieber. 


Dienstag, 19. August 2014

Day 6: Ubon Universitiy


Fake-Lego, man achte auf die Marken
Zierfische für ein paar Cent auf die Hand
Das Sience-Projekt der Schüler
Abend-Snack: Bananen-Limetten-Maracuja-Smoothie mit
aufgeschnitter Maracuja und Sugar-Apple
In der Asoke von Ubon
Der König (und auf dem Portrait auch)
In der Asoke von Ubon
Die Arbeit heute morgen war viel besser als gestern. Rebekka und ich musste lediglich eine große Wanne Pomelos waschen, schälen und die Schale anschließend noch kleiner schneiden. Eine zwar recht monotone Arbeit, jedoch kann man sich unterhalten und im Vergleich zu gestern wo man sich ständig an den Stacheln gestochen hat oder von großen roten Ameisen die auf den Zweigen herum liefen gebissen wurde war es der Himmel auf Erden. Der Ausflug in die Universität von Ubon ging schon um 9 Uhr los weshalb wir uns nur in der Küche schnell etwas essen geschnappt haben und auf meiner Veranda verspeist haben damit wir pünktlich zum Bus kommen.
Die Fahrt war wirklich sehr lustig und auch etwas aufregend weil der Bus nur an jeder Seite eine Bank von vorne bis hinten hatte und Ich so zwischen fast allen Kindern die in der Asoke zur Schule gehen saß. Ich habe die einstündige Fahrt über mit ein paar Jungs aus der Middle-School eine Art Gruppen Schnick-Schnack-Schnuck gespielt was echt Spaß gemacht hat. Es macht generell das meiste mit Kindern hier am meisten Spaß da sie immer so lebendig sind und man sich meist auch ohne ihre Sprache zu sprechen versteht.
In der Universität angekommen ist mir erst einmal klar geworden, dass nicht nur unsere Schule dort etwas vorstellt sondern sehr sehr viele Schulen im Einzugsgebiet der Universität. Das heißt das sich Menschenmassen durch die Gänge schoben und auch auf dem Weg zu den Eingängen viele Händler auf das Taschengeld der Kinder warteten. Man konnte alles kaufen von verschiedenen süßen und bunten Getränken bis zu lebenden Fischen (Welse, Goldfische, Guppys, Schildkröten etc.) und gefälschtem Lego.
Generell gab es viele gefälschte Produkte die meist Modemarken versuchten zu kopieren aber besonders bei Englischen Aufschriften von T-Shirts teils kläglich versagten.
Die Projekte die die Schüler der Asoke vorstellten, beschäftigten sich mit dem ziehen von Cassava-Setzlingen in gedüngtem Wasser bis hin zu Reis dünsten mit einer neuartigen Technik die mir aber sehr simpel vorkam.
Etwas merkwürdig war es in den Räumen dort wo die Projekte vorgestellt wurden, weil dort viele verschieden Schulen auf einmal vorstellten und man als großer, weißer Europäer extrem auf viel.
Dies ging so weit das Schülerinnen heimlich Fotos von mir gemacht haben und jeder einem im Weg stehen könnte sofort leicht verbeugt weg gewichen ist. Die ganze Situation war daher ein wenig unangenehm weil man sich denkt das man selber keines Falls besser ist und speziell in Thailand nicht mal die Sprache mehr als ein paar Brocken beherrscht. Nach der Vorstellung ging es mit dem Bus weiter auf ein Gelände, das hauptsächlich aus einem Verschlag und Bananenplantagen bestand und die Ursprünge der Asoke in Ubon bildet. Dort haben wir zu Mittag gegessen und uns ein wenig ausgeruht. Ich bin ein wenig herumgelaufen und hab mir das Gelände angeschaut, die Bananenstauden waren zwischen langen Kanälen gepflanzt die sehr bewachsen mit allerlei Wasserpflanzen waren und von Faden-fischen bewohnt waren. Außerhalb von Bananen wurden auch Kokuspalmen angepflanzt und einige flache Teiche deuten auf Reisanbau vor einiger Zeit hin.
Um 15:30 sollte es zurück in die Asoke gehen weil Rebekka abends zum Zahnarzt musste. Dies wussten die Lehrerinnen allerdings nicht, sodass eigentlich geplant war das wir noch mit den High-School Schülern zu Abend essen und erst gegen 18 Uhr fahren würden. Da dies aber nicht ging sind wir mit den Primary-Schülern zurück gefahren in einem kleineren Bus und wegen uns mussten leider zwei Schüler dort bleiben die gar nicht begeistert waren.
Auf der Rückfahrt saß ich vorne um mir die Gegend beim Fahren ein wenig anzuschauen, Anschnaller gab es wieder nicht. Die Gegend ist geprägt von überfluteten Flächen in denen gefischt wird und sehr viel Reis-, sowie Cassava-Anbau.
Pomelo schälen, morgens um kurz nach 6
Nach dem wir wieder in der Asoke angekommen sind haben wir unsere übrigen Früchte, also Maracuja, Bananen, und Limetten in einem Smoothie verarbeitet der aufgrund der überreifen Früchte echt süß und lecker war. Dazu gab es wieder Sugar-Apple.
Abends waren ich mit Rebekka bei einer Zahnärztin, die Gott sei dank Englisch sprechen konnte.
Dennoch hat sie nur eine Zahnreinigung durch geführt und immer weiter verneint das die Wunde von dem Ziehen der Weisheitszähnen entzündet sei. Wenn es nicht besser wird soll sie nächste Woche wiederkommen.
Asu die uns gefahren hat meinte Sie sollte weiter Oil-pulling (Kokosöl gurgeln) machen dann würde es schon besser werden.
Heute Abend habe ich auch mein erstes großes Tropengewitter erlebt, was heißt das es endlich nach so langer Zeit Hitze viel geregnet hat und es sich dadurch auch etwas abgekühlt hat.
Die Straße vor meiner Hütte ist leider jetzt dafür nur noch eine Schlamm-Piste.

Ich habe heute mal die Koordinaten der Asoke rausgesucht, weil man die Adresse nicht bei Google Earth/Maps findet:
Breite: 14°39'50.96"N
Länge: 104°35'35.81"E

Montag, 18. August 2014

Tag 5: Buddha-Day

Sugar-Apple ist meine neue Lieblingsfrucht,
Hier als Snack vor dem Frühstück
Erst kommt es einem komisch vor das hier so viele Blätter gegessen werden,
aber sobald man probiert ist man sofort Überzeugt, Mittags-Snack
Heute war viel los, erstens ist mir Krishna heute morgen um kurz vor sechs gefahren und wir sind also sehr früh zu ihm und Delit hin um uns zu verabschieden. Anschließend haben Rebekka und ich von ca. 6 bis halb 9 in der Herbal-Factory gearbeitet und die Blätter von der dornigstens Pflanzen ab gezupft die ich bis jetzt gesehen habe. Alles in Europa ist ein Witz dagegen. Also kamen wir mit schmerzenden Händen voller Stiche zum Frühstück. Die Andacht war heute viel länger als sonst weil Buddha Tag war und viele Besucher in der Asoke unterwegs waren.
Nach dem Essen hatten wir fast keinen Zeit mehr den Unterricht für die Primary School vorzubereiten, so kam es das ich solange Rebekka in der Bibliothek ein Blatt ausgedruckt hat improvisieren musst und am Ende eine Art „Wer-hat-Angst-vor-dem-schwarzen-Mann“ gespielt habe wo die Kinder rufen:“Clap with my little hands, stump withmy little feed, see with my little eyes. Watch out who's the bear“ rufen. Die Kleinen sind echt süß und hatten einen riesen Spaß. Anschließend haben wir uns noch einmal mit den Farben beschäftigt. Das Problem in der Klasse ist, dass Schüler der ersten und zweiten Klasse gemischt sind und es außerdem ein Mädchen gibt das extrem langsam ist. Daher sind einige immer schon schnell fertig und langweilen.
Anschließend haben wir die Middle-School wieder unterrichtet. Hier war es ähnlich wie zuvor, das ich alleine den Anfang der Stunde geleitet habe und Rebekka dann nach kam.
Das Niveau der Schüler ist teilweise sehr schlecht und auch hier sind Klasse sieben und acht gemischt. In der zweiten Stunde haben wir dann nur noch die Klasse acht unterrichtet welche ziemlich frech waren und ständig laut waren. Ich hätte nie gedacht das alleine drei Stunden unterrichten so anstrengend sind. Nach dem Unterricht haben wir uns mit Asu, der Leiterin der Asoke getroffen denn sie hatte speziell mit mir noch gar nicht richtig geredet und wollte sich nach meinem befinden fragen und außerdem noch ein paar Vorgaben los werden. So Sachen wie das Sauber alten der Hütte und wann wir unseren freien Tag haben. Es ist Sonntag, und ich dachte mir nur „Hätte Sie das nicht einen Tag früher sagen können?“.
Na ja wir haben außerdem erfahren das uns an sich ein Fahrrad zusteht und wir uns also einfach eins „leihen“ sollen. Das heißt aber das wir einfach irgend ein Fahrrad nehmen sollen , ob ich mich das jemals traue weis ich nicht.
Einen richtigen Stundenplan soll ich morgen bekommen weil Asu dann schnell weg musste.
Morgen fahre ich außerdem auf einen Ausflug der High-School mit der ein Projekt in der Universität von Ubon vorstellen soll.
Generell haben die Schüler, wie wir heute erfahren haben immer Dienstags und Mittwochs keine Schule, müssen aber Dienstags den ganzen Tag auf den Feldern und Plantagen helfen, uns einbezogen.
Mein Abendessen, die Früchte links sind super lecker nur kenne ich ihren Namen noch nicht.
Heute habe ich das erste mal das Abendessen, dass die Asoke zur Verfügung Stellt gegessen.
Es war Reis mit einer Soße die Blätter und Pilze enthielt, sowie einer die Eggplant enthielt und unglaublich scharf gewürzt war. Ich hatte anschließend wahre Schweißausbrüche. Ich glaube das Essen wird schon morgens gekocht und hatte danach viel Zeit seine schärfe zu entfalten.
Ein Tag mit Arbeiten, Unterrichten und Vorbereiten ist echt voll wenn man zwischen durch auch noch mehrmals duschen und kurz aufräumen möchte. Na ja dafür sollen wir schon in 2,5 Monaten Urlaub haben. Wie lange weis ich nicht, jedoch passt dies gut in den Plan Brad und die anderen Australier zu treffen wenn sie in Thailand Urlaub machen.


Sonntag, 17. August 2014

Tag 4: Was man beim nichts tun alles macht.

Pre-Breakfast Snack
Longan
Chapatis werden erst in der Pfanne gebacken ...
... und anschließen über der Flamme kurz an geröstet.
Mein Mittagessen, Mr. Krishna kocht in Indien nie,
scheint jedoch zu wissen was er tut.
Die Bananen lagen einfach so in meinem Vorgarten,
wo eine Bananenpalme umgefallen ist.
Links nach rechts: Longan, Maracuja und unreife Bananen
Unser Abendessen/Drink
Ich habe mein Bett gestern Abend vor dem schlafen gehen auf die Veranda verlegt. So weht stets ein kleines Lüftchen und es ist sogar kühl genug um sich etwas zuzudecken was echt sehr angenehm ist. Leider hat mich glaube ich eine Ratte oder ein riesiger Gecko am einschlafen gehindert, denn das Tier rannte ständig mit viel Lärm auf meinem Dach auf und ab und machte lauten Krach. Und morgens als ich in die Dusche gehen wollte, wurde ich direkt von einem Fledermaus großen Schmetterling angeflogen.
Rebekka und Ich hatten gesagt bekommen das wir heute morgen in der Herbal-Facorty anfangen sollten zu arbeiten, als wir dort um kurz nach 6 Uhr ankamen war jedoch keiner dort und uns wurde gesagt das dort Sonntags nicht gearbeitet wird.
Rebekka hat noch in Deutschland die Weisheitszähne gezogen bekommen. Nun haben sich die Löcher wahrscheinlich entzündet, und noch scheinen die Thais nicht zu glauben das man bei so etwas einen Arzt braucht und Naturmedizin nicht reicht. Daher hat sie direkt nach dem sie ihr Problem geschildert hat einen Esslöffel Kokosöl zum Mund auswaschen und gurgeln angeboten, den man dann 15 Minuten im Mund behalten soll.
Ich habe die Behandlung natürlich auch mit gemacht, denn schaden kann es nicht. Nach den 15 Minuten sollten wir noch fünf große Tassen Reis-Tee trinken. Was die ganze Behandlung nutzt weis ich nicht sicher denn ich hatte auch keine Beschwerden und Rebekka geht es auch nicht besser.
Also haben wir unseren ersten geplanten Arbeits-Morgen bis zum Frühstück mit Thailändischer Naturmedizin verbracht.
Was man zum Frühstück vielleicht noch sagen kann ist, dass während des Essens immer Fernsehen geschaut wird, weil die Mönche und auch ein Großteil der anderen Leute sonst keine Zeit dafür hat. Außerdem besitzen die Mönche auch Handys. So kann es vorkommen das bei dem Gebet vor dem Essen wo alle anwesenden im leisen Gebet vertieft sind eine Nachricht ankommt und das klingeln in der ganzen Halle zu hören ist.
Morgens habe ich sonst nicht viel gemacht, unterrichten mussten wir heute nicht. Die Primary-School hat ohnehin keine Schule am Wochenende und auch der Rest war anscheinend versorgt.
Mittags haben wir vorerst ein letztes mal bei Mr. Krishna gegessen. Es gab wieder Chapti, diesmal mit verschiedenen Chutney und wieder das Kichererbsen-Curry von gestern.
Mr. Krishna kommt aber wahrscheinlich in zwei oder drei Monaten wieder. Nach dem Essen hat sich noch ein Freund von ihm zu uns gesetzt, der aber in der Asoke lebt. Er ist Ingenieur und kümmert sich um die Dünger-Herstellung und erzählte das er Projekt zur grünen Energiegewinnung in ganz Asien leitet, sowie weitere Dünger-Werke. Als ich erwähnt das ich eventuell Maschinenbau oder Ingenieurswissenschaften studieren möchte, fing er sofort an meine Zukunft zu planen.
Erst soll ich studieren und parallel bei einem Freund von ihm aus München arbeiten, der eine Biogasanlage betreibt. Dann nach vier bis fünf Jahren soll ich mit ihm ein Projekt in Myanmar leiten um dort Bio-Gasanlagen zu errichten welches erst einmal 25 Jahre dauert. Mir liegt die Zukunft also zu Füßen. Er sagte am Ende noch „The world will know your name“, weil er so beeindruckt war das ich noch so jung bin aber ihm so aufgeschlossen vorkomme.
Dann berichtete er auch noch das er den Militärputsch in Thailand sehr unterstützt weil er den Politikern nicht vertraut, denn diese haben die Lizenzen zum bauen sehr teuer gemacht. Früher hätte er für die Lizenzen für die Solaranlagen hier 65 Mio Baht gezahlt (700.000€) und jetzt wäre es nur noch 2,5 Mio Baht (50.000€). Außerdem würden das Militär die Gesetze deutlich konsequenter durchsetzen. Er sprach von einem Beispiel wo jemand der Drogen verkauft hatte, fliehen wollte und ganz in der Nähe seines Hauses erschossen wurde. Ihm schien das völlig berechtigt und richtig.
Es war sehr interessant mit jemandem über das Thema zu sprechen obwohl er mir in der Hinsicht recht radikal vorkam. Die Asoke unterstützt sonst jedoch auch den König und somit auch das Militär.
Nachmittags habe ich mit Rebekka ein etwas Thai gelernt, noch fällt es mir natürlich noch sehr schwer und ich kann nicht viel mehr als Guten Tag, Mir geht es Gut und Ich heiße Timon. Außerdem so einzelne Worte wie gut oder gerne.
Zum Abendessen haben Rebekka und Ich haben uns zum Abendessen eine Smoothie aus Bananen, Drachenfrucht, Limette und allerlei Blätter, die wir beim Frühstück mitgenommen hatten gemacht.
Rebekka und Ich mit Mr. Krishna (links) und Delit (rechts)
Sehr lecker, jedoch hätte ein wenig Eis nicht geschadet um das Gebräu etwas abzukühlen.
Abends waren wir noch einmal bei Mr. Krishna und haben einige von seinen Gewürzen geerbt und noch eine Weile mit ihm gesprochen. Auf Wiedersehen sagen wir ihm erst morgen früh wenn er um kurz vor 6 fährt.

Samstag, 16. August 2014

Tag 3: Chapati bei Mr. Krishna



Ich habe heute das erste Mal gewaschen, das Bild ist vor
meiner Hütte entstanden.


Essen bei Mr. Krishna mit Rebekka und Delit
Hier arbeitet Mr. Krishna, er beschäftigt sich mit den Bakterien,
die den Bio-Dünger aus Kompost herstellen
Heute war es das erste mal richtig sonnig, denn gestern war es wolkiger und drückend und in Bangkok war es zwar prinzipiell sonnig aber durch den Smog sieht man die Sonne wie durch einen Vorhang.
Daher ist es heute war noch wärmer als gestern, dafür aber etwas windig und nicht so schwül.
Zum Frühstück gab es wieder das gleiche wie gestern obwohl ich diesmal etwas anderes gegessen habe weil die Auswahl so riesig ist. Unter anderem hab ich eine Art dunkel grüne Suppe probiert, welche die Konsistenz von Wackelpuding hatte. Die Suppe war dafür recht lecker.
Meistens nehme ich von allem ein klein wenig um alles einmal auszuprobieren und schnell ein Repertoire zu bilden das mir gut schmeckt, weil ich zwar alles mag  jedoch manches eigenartige Geschmäcker hat, die ich nicht in Mengen mag.
Vor dem Frühstück hat Mr. Krishna wieder wie gestern mit den Mönchen geredet und sich deren Antworten von einer Frau auf Englisch übersetzten lassen.
Wenn man die Essenshalle betritt und Mönche dort sind oder man in ihr sitzt und die Mönche eintreten, muss man sich hin knien  und 3 Mal verbeugen. Außerdem soll man in der Halle versuch nie seinen Kopf höher zu haben als den der Mönche, was bei meiner Größe bedeutet das ich stets gebückt laufen muss.
Die Mönche sind sonst aber sehr nett und versuchen einen immer mit dem bisschen Englisch das sie teilweise Sprechen zu fragen ob alles in Ordnung ist. Generell ist es nicht unüblich das bei der Andacht vor dem Essen auch gelacht wird. Leider können Rebekka und Ich davon noch nichts verstehen.
Das sitzen im Schneidesitz ist für mich echt schwer, weil ich noch nicht gelenkig genug bin um die Oberseite meiner Füße auf den Boden zu bekommen und ich daher immer auf der Seite meiner Füße sitze was nach kurzer Zeit sehr anfängt weh zu tun. Probiert es selbst einmal auf Fliesen aus wenn ihr euch auch als ungelenkig einstufen würdet.
Das Essen wird unterteilt in einen Tisch von dem die Schüler ihr Essen nehmen dürfen und Essen das in Schüsseln erst an den Mönchen entlang gereicht wird, und dann den älteren Frauen und auch Besuchern der Asoke überreicht wird. Das Essen der Mönche ist vielfältiger und es gibt mehr Früchte als das der Schüler, daher setzen Rebekka und ich uns immer zu Oma und essen bei dem Essen der Mönche mit.
Mittagessen gibt es nicht, man nimmt sich meist Früchte beim Frühstück für später mit, Abendessen gibt es zwar schon, jedoch ist dieses für die Schüler zubereitet und daher wie das Frühstück lange nicht so gut wie das der Mönche. Die Mönche selbst essen Abends nichts und gehen schon um halb 7 ins Bett.
Mittags haben wir wieder bei Mr. Krishna gegessen, obwohl wir weil wir beim Frühstück so viel gegessen hatten fast gar keinen Hunger hatten. Es gab Chapati, eine Art Brotfladen mit Kichererbsen-Curry und wieder einer Auberginen-Soße. Alles gut mich frischem Korriander gewürzt. Das Essen roch so gut das wir uns 3 Stunden nach dem Frühstück noch einmal gut auf die Teller geladen haben, auch um Mr. Krishna glücklich zu machen.
Dieser fliegt morgen wieder nach Indien zurück, darum war es sein letzter. Abend mit uns hat noch eine chinesische Studentin gegessen, die in der Asoke zu Gast ist und ein weiterer Inder der mit Mr. Krishna zusammen arbeitet.
Nach dem Essen habe ich Rebekka geholfen die siebte Klasse eine Stunde lang zu unterrichten, das Problem war nur das dies auch für Rebekka das erste Mal war und wir keinen Ahnung von dem Niveau der Schüler hatten. Am Ende haben wir ihnen versucht beizubringen sich vorzustellen und Körperteile zu benennen. Das hatten sie zwar teilweise schon gemacht, was jedoch nicht heißt das sie es konnten.
Dennoch ist es immer sehr interessant die Schüler zu sehen, weil es so schön zeigt das Kinder unter sich auf der ganzen Welt gleich sind und auch eigentlich nur spielen und toben wollen.
Nach dem Unterricht haben wir an der Hauptstraße Obst gekauft, ein Kilo Drachenfrucht und zwei Bündel Longan für gerade mal 1,50€, genug um uns am Abend und auch die nächsten Tage mit Snacks zu versorgen.
Ich war von dem Tag völlig erledigt, obwohl wir nicht viel gemacht haben außer essen und eine Stunde unterrichten. Das heißt das ich mich zwei Stunden auf meine Veranda gelegt habe um mich auszuruhen und Musik zu hören.
Langsam möchte ich aber auch anfangen zu arbeiten und Rebekka erst recht, mir wurde bis jetzt jeden morgen beim Essen gesagt das ich den ganzen Tag frei habe, nur möchte man natürlich trotzdem irgendwie produktiv sein.
Na ja mit etwas Glück wird das schon morgen der Fall sein, oder spätestens wenn Mittwoch Carla (die dritte Freiwillige) kommt.
Alles in allem war es ein guter Tag.

Freitag, 15. August 2014

Tag 2: Mein erster Tag in der Sisa Asoke

Hallo zusammen,

Ich bin gut in der Einrichtung angekommen, am Flughafen erwarteten mich Rebecca, sowie 2 weitere Bewohner der Asoke die auch ungefähr so alt waren wie wir.
Anschließend sind wir noch in Ubon japanisch Essen gegangen und haben dann die einstündige Fahrt zur Asoke angetreten.
Angekommen wurde mir erst einmal mein Haus gezeigt, welches hauptsächlich aus einem Schlafraum mit Mückennetz und einem kleinen Bad besteht.
Der Rest ist eine Art Veranda, die teilweise Überdacht ist. Ein Cassava-Feld schließt an die Veranda an, welches bis zum Wald in einiger Ferne reicht aber am besten macht ihr euch selbst ein Bild.
In der Asoke angekommen, kam direkt Oma, eine ältere Frau aus der Asoke auf mich zugelaufen und hat mich empfangen. Sie kümmert sich wohl immer um die Freiwilligen und lernt seit letztem Jahr auch Deutsch um sich besser mit diesen verständigen zu können.
Noch ist ihr Deutsch jedoch gerade gut genug um sich mit Händen und Füßen zu verständigen. Jedenfalls stellt sie für alle immer eine Art Ersatzoma da und fragt immer wenn man sie auf dem Gelände trifft ob man schon gegessen hat.
Ich bin also gut versorgt. Geschlafen habe ich wirklich nur auf einer dünnen Matte und den Decken die ich alle nicht brauche weil es so warm ist.
Morgens steht man hier schon um 5 Uhr auf, weil es ab 5:20 dämmert um um 6 Uhr die Sonne aufgeht. Die Sonne geht auch um 18 Uhr schon wieder unter und es ist innerhalb von 20 Minuten tief schwarze Nacht, daher ist der Tag ein wenig nach vorne geschoben.
Nach dem Aufstehen hat Rebecca mich auf dem Gelände herum geführt und mir alles relevante gezeigt. Das Gelände ist viel größer als ich gedacht habe, auch leben hier viel mehr Menschen als ich dachte. Außerhalb der zur zeit 6 Mönche sind es sicherlich 30 Erwachsene und noch mehr Kinder.
Von jedem wird man hier als Fremder sehr herzlich begrüßt. Nach dem Rundgang sind wir in einer Hallo in der Dünger abgefüllt wird bei Mr. Krishna geblieben, den Rebecca schon kennt und welcher sich sehr freundlich mit mir unterhalten hat. Er kommt aus Indien und ist für eineinhalb Monate in der Asoke.
Frühstück gab es um 9 Uhr, wobei man sagen muss das Frühstück aus 3 Reissorten (Sticky Rice, brauner Reis und "normaler" Reis) und einer Fülle an Soßen besteht, die alle gut gewürzt sind und aus Früchten und Gemüse bestehen, welches ich Großteils noch nie gesehen, geschweige denn gegessen habe.
Jedoch fand ich fast alle sehr lecker, bis auf einen vermeintlichen Keks, der zwar nach süßer Schokolade aussah aber einen merkwürdigen sauren Geschmack hatte.
Außerdem wird immer sehr viel Obst das hier auf dem Gelände wächst gegessen, welches man sich auch mit auf dei Hütte für später nehmen kann. In Sichtweite meiner Hütte wachsen Maracuja's, Bananen sowie Papajas die aber noch nicht reif sind. Ich bin mich jedoch sicher das man noch viel mehr essen könnte, ich es aber nicht kenne.
Nach dem Essen war ich in dem Englisch Unterricht, einer zweiten Klasse, den Rebecca zur Zeit leitet und habe mich anschließend noch etwas hingelegt, weil ich sehr müde war.
Nachmittags habe ich etwas von Mr. Krishna's Essen gegessen, gebratener Reis mit zwei verschieden Currysoßen von der eine Auberginen enthielt. Beides super lecker.
Nachmittags sollte eigentlich eine Englischstunde für die Älteren Schüler stattfinden, jedoch war fast niemand da, sodass wir am ende bei einer Jenna (einem Mädchen aus der Projekt die den Übersetzer spielt) auf der Veranda Hunger Games auf Englisch mit der einzigen Schülerin geschaut haben.
Abends waren Rebecca und ich noch bei Oma und haben ihr geholfen einen Brief an einen der ehemaligen Freiwilligen auf Deutsch zu übersetzten.
Zur zeit sitze ich in der Kleidung die mir die Ehemaligen hinterlassen haben (könnt ihr auf den Bildern sehen) in der Bibliothek und schwitze vor mich hin. Es war den ganzen Tag heißer und schwüler als ich es jemals erlebt habe. Ich hoffe ich gewöhne mich schnell, denn eine eiskalte Dusche ist das einzige was mich hier wirklich abkühlen kann.


Auf der Veranda meiner Hütte mit der neuen Kleidung an
Das Cassava-Feld vor der Tür