Sonntag, 14. September 2014

Day 32: One Month in Thailand Unlocked

Alle warten auf die Mönche

Je größer man als der Mönch ist, desto tiefer muss man sich auch verbeugen.

Der älteste Mönch in der Asoke

Jim, die Japanerin die mit uns Thai-Unterricht hat




Langon

Eine meiner Schülerin kochte für uns

Das Zitronensaft-Öl Gemisch das wir verweigerten

Detox "erfolgreich" überstanden

Im Wok bruzeln Pilze und Knoblauch

Die Teilnehmer helfen mit wo sie nur können


Das Detox-Gelände

Brauner Zucker macht alles besser
Looks, smells and tastes delicious
Zu viel Gesundheit ist auch nicht gut
Vaude-Jacken-Belastungstest
The world is ending.
Ich nenne ihn mal den weißen Tempel
Erstes Bier nach einem Monat
Obwohl wir den Detox gestern früher abgebrochen haben, hieß das noch lange nicht das andere davon wussten. So brachte uns Oma schon früh morgens frische Waffeln und Bananen die wir mit den anderen Detox-Teilnehmern den Mönchen spenden sollten. Anschließend wurde im Detox-Haus gekocht, es gab Glasnudeln mit allerlei Pilzen, Tomaten und Tofu. Außerdem noch thailändischen Spinat und allerlei grüne Blätter und Langon. Alles echt lecker und dennoch sehr leicht im Magen. Dieses Gefühl sollte sich jedoch ändern als ich nach einem kleinen Einkauf im Asoken-Supermarkt an einem Stand auf der Straße hängen blieb der frittierte Bananen- und Süßkartoffel-Streifen verkaufte.
Mittags sollte es nach Kantharalak gehen denn wir wollten Zutaten für Brot kaufen, welches wir in der nächsten Woche backen wollen. Brot ist eins der Nahrungsmittel das wir am meisten vermissen, denn hier gibt es außer weißes labbriges Toast gar kein Brot und nur ganz wenig Gebäck welches immer recht süß ist. Wir trampten auf einem Pickup bis zum Supermarkt von Agah unserer Thai-Lehrerin und kauften die Zutaten für das Brot. Danach gingen wir gegenüber auf den Nightmarket um etwas zu essen zu kaufen, denn wir wussten schon das wir nicht früh genug wieder kommen würden um noch in der Asoke zu essen. Doch merkten wir schnell das der Markt um kurz vor 4 noch lange nicht voll aufgebaut war und daher die Auswahl stark begrenzt. Für eine Art Frech-Toast mit Chilisoße reichte es jedoch schon. Anschließend wollten wir das Wahrzeichen von Kantharalak besichtigen, welches der weiße Tempel auf dem Bild ist. Er ist nicht der Haupt-Tempel von Kantharalak sondern einfach nur der Mittelpunkt und das Wahrzeichen der Provinzhauptstadt.
Schnell zog ein großer Gewitter-Sturm an Horizont auf und wir suchten sicherheitshalber Schutz in einem kleine Caffee was wir entdeckt hatten und das aussah als könnte es frisch gebrühten Kaffee geben. Das Caffee war etwas merkwürdig, eine Mischung aus Internet-Cafee und Lounge/Bar/Restaurant. Doch der Kaffee der Mädchen war gut und mein erstes Bier nach einem Monat kalt. Später kehrten wir zurück zum Nightmarket und aßen noch etwas, jetzt konnte man selbst als Vegetarier sich halbwegs ernähren, wobei man aber nicht zu sehr auf die Mengen an Kalorien und Fett achten darf die man zu sich nimmt. Dennoch war alles sehr lecker.

Resume zum Detox:
Obwohl es teils hart war und meine Laune echt gelegentlich nie dagewesene Tiefpunkte erreichte wegen dem Hunger muss ich sagen das es gut war diese Erfahrung gemacht zu haben. Zum einen war es echt gesund sich von den ganzen Giftstoffen zu reinigen, zum andern war es auch einfach gut diesen Teil des Asoke Lebens kennen zu lernen, denn viele Leute die hier wohnen machen regelmäßig Detox.
Die Methoden die genutzt wurden fanden wir wie schon gesagt teils kontrovers, doch die Leute hier glauben fest daran und da der Kurs für Teilnehmer von außerjalb nur umgerechnet 10 Euro für 5 Tage Unterbringung, Programm, Detox-Mittelchen, unmengen Tee und ein Abschlussessen, kostet kann man auch niemandem unterstellen er würde die Methoden anwenden obwohl er weis das sie nichts nützen um Geld zu verdiehen.
Auch ist schließlich bewiesen das es den Plazebo-Effekt gibt und daher wird der Kurs auf jedenfall mental gut tun.

Samstag, 13. September 2014

Day 31: Die Schlacht gegen den Hunger ist verloren, doch die Würde nicht.

Der Tagesablauf war heute wieder ähnlich wie gestern, Detox halt. Nur das meine Lust und später auch Rebekkas Lust weiter zu machen immer wenig wurde. So haben wir noch alles weiter durchgezogen bis heute Nachmittag, wo Oma mit den Händen voll Fruchttrinkpäckchen vor mir stand und sei mir aufdrängte. Zwei Päckchen später ging es mir schon deutlich besser und abends haben wir uns sogar Reis aus der Küche geholt und mit Soja-Soße ein wahres Festmal veranstaltet.
Dennoch werden wir glaube ich nichts den anderen erzählen, denn wir wollen nicht wie die schwachen Deutschen rüber kommen. Auch den zweiten Einlauf haben wir ausgelassen weil wir einfach gar keine Lust mehr hatten. Ich finde es war dennoch eine Erfahrung wert so etwas mitgemacht zu haben, obwohl ich es nicht noch einmal machen will. Zumindest nicht in der nächsten Zeit. Morgen soll man sich eigentlich mit gedünstetem Gemüse wieder langsam an feste Nahrung gewöhnen aber ich hatte mir sofort gesagt das ich morgen definitiv zum Frühstück in die Halle gehe weil gedünstetes Gemüse für mich kein ernst zu nehmendes Essen ist.
Ich habe meinem Körper genug gutes getan, obwohl ich in der Zeit durch den vielen stark mit Honig gesüßten Tamarind-Juice sicherlich 200 ml Honig zu mir genommen habe.
Jedenfalls fühle ich mich grade echt sehr gut und freue mich noch mehr auf das Essen morgen, denn am meisten habe ich die ganzen Geschmäcker vermisst.
In der Zeit habe ich sechs Einläufe gemacht und und daher 30 große Tassen Reis-Tee getrunken, sowie gute 10-15 Tassen Tamarind-Juice und eine ganze Menge Alkaline-Water. In der Zeit habe ich drei Kilo abgenommen, wobei jedoch wahrscheinlich am meisten an Wasser und Verdauungstrakt-Inhalt.

Ich bin auf Facebook Mitglied in einer Gruppe die sich "Ich packe auf mein veganes Tellerchen..." nennt und in der die 35.000 Mitglieder Rezepte und Erfahrungen posten können. Ich habe das Bild von den Essen welches ich auch einzeln erläutert habe dort gepostet und sehr viel positive Rückmeldung bekommen. Dies ging so weit das ich von einer Userin die Redakteurin bei einem recht bekannten Blog aber die vegane Lebensweise (VeganNews) eine Anfrage bekommen habe ob ich nicht als Gastredakteur einen Artikel über die vegane Lebensweise hier schreiben wollte. Dies tat ich und seit heute ist mein Artikel online: VeganNews - Vegan in Thailand

Freitag, 12. September 2014

Day 30: Nichts essen macht ungeduldig

Detox war heute soweit genauso wie gestern nur, dass ich bei dem Mittag Programm nicht mitgemacht hab (Akupunktur und Ohrenkerze). Leider verpasste ich daher auch die Damha-Stunde mit einem der Mönche. Was ich gestern noch vergessen habe zu berichten ist das man morgens als aller erstes Oil-Pulling mit Kokos-Öl macht für circa 10 Minuten und von 7 bis 8 Morgensport machen kann. Danach wird ein Fußbad und eine Gesichtsmaske gemacht simultan gemacht.
Ich fühle mich langsam immer schwächer, jedes mal wenn man aufsteht wird mir schummrig und ich fühle mich einfach schlapp und energielos. Dennoch habe ich heute Grundschule und Adult-School unterrichtet. Für Grade 9 war keine Zeit weil ich in der Zeit Litox machen sollte.
Ich merke auch wie viel Wert eine süße Tasse Tamarind-Juice ist wenn man völlig unterzuckert ist. Auch habe ich viel größere Probleme tolerant gegen allem und jedem zu sein als sonst. So wird eine normale Englisch Stunde der Grundschüler schon zu einer Geduldsprobe und auch die Mit-freiwilligen leiden teils unter hunger-induzierter schlechten Laune.
Der Hunger ist an sich nicht so schlimm denn er lässt sich gut mit trinken bekämpfen. Ich habe viel mehr ein Problem damit, dass ich es einfach vermisse etwas leckeres zu esse wie sonst. Einfach diese Dopaminausschüttung die man bekommt, wenn man nach dem man Hunger hat etwas gutes Essen kann. In meinem Kopf ist nur noch Platz für Gedanken an Essen. Besser wird es auch nicht wenn die Küchenchefin mich im Unterricht mich dauernd ärgert und von dem guten Essen redet was es morgen gibt (gibt es nicht, sie will mich wirklich nur aufziehen, aber lieb gemeint). Die Entschädigung dafür ist das ich sobald ich wieder Essen darf extra ein Essen für mich gekocht bekomme.

Donnerstag, 11. September 2014

Day 29: Detox, Detox und Detox

Der Kurs bei der Ohrenkerzenbehandlung

Guter Zeitpunkt für ein Selfie
Ich wollte das Bild ursprünglich nicht rein stellen
weil ich es zu eckig und intim fand,
doch wo ich jetzt weis das es nur Wachs ist ist das anders.

Akkupunktur


Die Inhalations-Behandlung

Litox-Zubereitung

 
Mmh lecker (Spaß)
Der heutige Tag war überwiegend vom Detox-Program geprägt. Um sechs Uhr kamen wir zu Ban Jadi und sollten erst einmal Tee trinken und unseren ersten von zwei Einläufen machen. Die Einläufe selber sind erstaunlich in Ordnung. Das schlimmste bisher war, das wir gestern Abend circa 400 ml Oliven-Öl und Zitronensaft in einer 50 zu 50 Mischung getrunken haben. Mir wurde kurz danach so schlecht das ich mir freiwillig den Finger in den Hals gesteckt habe um das Zeug wieder los zu werden.
Der Zweck dieser Behandlung soll sein, die Galle dazu zu zwingen viel Gallenflüssigkeit zu produzieren und dadurch Gallensteine auszuspülen, die man dann beim nächsten Einlauf ans Tageslicht kommen. Nach kurzer Internet-Recherche fanden wir allerdings heraus, dass die ganze Sache recht wahrscheinlich nicht funktioniert und die angeblichen Gallensteine nur eine seifen-artige Verbindung aus dem Öl und der Magensäure sind, sie schwimmen daher auch auf dem Wasser und sind nicht hart. Ein weites Indiz dafür ist auch das die Größe bis zu 3,5 cm ist und 3,5 cm niemals durch den wenige Millimeter dünnen Gallenleiter passen. Ab jetzt verzichten wir auf diese Behandlung. Nach dem Einlauf soll man immer 5 Tassen Reis-Tee trinken ein relativ Geschmacksarmes Gebräu. Außerdem macht man drei mal täglich noch Litox, was wie auf dem Bild zu sehen, Tamarind-Juice und ein Pulver aus allerlei Hülsen Früchten besteht. Es soll dem Körper helfen die Giftstoffe auszuspülen.
Um 13 Uhr nach meinem Grundschulunterricht sollten wir in die Halle kommen, um eine Ohrenkerzen-Behandlung, Akupunktur und eine Dampf-Inhalations-Behanlung zu machen.
Die Ohrenkerzen sind circa 25 Zentimeter lange Röhrchen aus in Bienenwachs getränktem Stoff die ins Ohr gesteckt und anschließend am anderen Ende angezündet werden. Der durch den Kamineffekt entstehende Unterdruck soll Ablagerungen wie Ohrenschmalz aus dem Ohr saugen.
Nach der Behandlung werden die Reste der Röhre aufgeschnitten und das Resultat begutachtet.
Man findet viel weißes Pulver und erstaunlich lange Stücke Ohrenschmalz, schon als ich es sah fragte ich mich wie so viel in ein Menschliches Ohr reinpassen kann ohne bis oben hin gefüllt sein.
Nach einer weiteren Internet-Recherche fand ich heraus, dass auch das wenig Hand und Fuß hat.
Der Unterdruck ist viel zu gering um irgendetwas zu bewirken. Auch ist der vermeidliche Ohrenschmalz nur geschmolzener Bienenwachs und das Pulver Niederschlag aus der Verbrennung.
Es wird sogar ausdrücklich davon abgeraten solch eine Behandlung mitzumachen, weil heißer Wachs das Trommelfell verbrennen kann.
Die Akupunktur hätte ich sicherlich nicht wirklich gebraucht, denn ich habe keine wirklichen Beschwerden außer ein wenig verspannten Schultergürtel. Jedoch wollt eich wissen wie es ist akupunktiert zu werden und kurz später steckten schon fünf Nadeln Zentimeter tief in meiner Schulter. Alles viel weniger schlimm als gedacht, habe drei der fünf Einstiche nicht mal gemerkt.
Nach der Akupunktur stand uns eigentlich noch das Inhalieren bevor aber wir hatten keine Lust mehr und dachten außerdem das der Thai Unterricht anfängt, der jedoch ausfiel.
Nachmittags stand noch einmal Litox und Detox (der Ausdruck für die Einläufe) an.

Mittwoch, 10. September 2014

Day 28: Meet and Greet mit Phra Bodhirak

Früchte über Früchte

Blätter über Blätter


Alle warten hungrig

Die Frau im schwarzen ist Oma



Rebekka, Ich, Nadine, Carla und Phra Bodhirak im Hintergrund

Mittwoch ist wie immer mein freier Tag und daher konnte ich ausschlafen bis kurz nach 8 und danach noch ein wenig die Dokumentation „SuperSize Me“ anschauen.
Heute sollte Phra Bodhirak kommen, der spirituelle Anführer des Asoke Buddhismus. Als wir an der großen Halle zum Frühstück ankamen sahen wir schon unglaublich viele Menschen, die alle einer seiner Reden lauschten. Die meisten gingen aber als das Essen anfing, dennoch gab es super viel und gutes Essen, und besonders viele Früchte. (Pomelo, Banane, Mangosteen, Drachenfrucht in pink und weiß, Papaya, Melone, Durian, Rambutan und Langsat) Die Südafrikanerin die wir gestern kennengelernt hatten, hatten wir gestern eingeladen doch zum Frühstück zu kommen, also war sie auch dabei.
Nach dem Essen wurden wir Phra Bodhirak noch vorgestellt und er schenkt uns drei einen kleinen goldenen Kettenanfänger mit seinem Bild und eingravierter Schrift.
Phra Bodhirak und A-Kenfa (mein zukünftiger Boss wenn ich
Maschinenbau studiert haben sollte)
Wir redeten außerdem noch lange mit Nadine (der Südafrikanerin) und fragten sie ein wenig über den Norden von Thailand aus, weil wir alle in die Richtung in den Urlaub in drei Wochen wollen.
Wenn wir das nächste mal nach Kantharalk fahren sollen wir sie und ihren Freund Rob besuchen kommen und sie stellen uns noch einigen thailändischen Freunden von ihnen vor. Ich finde das echt gut, denn es wird langsam anstrengend immer zu dritt aufeinander zu hocken, sodass ein wenig Abwechslung gut tun wird.
Präsente werden überreicht
Rebecca und Ich haben uns heute dazu entschieden das Detox-Program was heute anfängt für 5 Tage mitzumachen. Detox ist eine Art Kurs der alle fünf bis 7 Tage anboten wird und aus einem Fasten für vier Tage besteht, sehr viel leicht alkalisches Wasser und Tee trinken und zwei Einläufe am Tag besteht. Der Sinn und Zweck ist dadurch alle Giftstoffe aus dem Körper zu schwämmen und man verspricht sich hier damit die Heilung aller möglichen Krankheiten, angefangen bei Kopfschmerzen bis diverse Formen von Krebs zu heilen. Wir haben zwar beide keine Beschwerden aber ein paar der Leute hier machen jede Woche einen Tag Detox und Leute aus ganz Asien kommen in die Asoke um teilzunehmen, also kann es so schlecht nicht sein.
Also habe ich seit heute morgen beim Frühstück (wo ich noch ein letztes Mal so richtig Reingehauen habe) nichts mehr gegessen und hatte schon einen Einlauf (der erstaunlich in Ordnung war) und habe jetzt schon riesigen Hunger. Es nehmen außer uns noch 50 weitere Leute teil, einige von ihnen auch aus der Asoke.
Pay Respect to the Monk
Eben (acht Uhr abends) sind wir noch mal zum Ban Jadi (Haus der Medizin) wo der ganze Spaß statt findet um ein kleines Fläschchen mit halb Olivenöl und halb Zitronensaft zu trinken, jetzt fühlen wir uns als müssten wir brechen.

Dienstag, 9. September 2014

Day 27: Bike-Tour, Angeln, Erkunden, Essen

Eine erstaunlich zahme Libelle

Ein Fischer bei der Arbeit

Die Falle

Reisfeld-Vogelscheuche

On the road

Einer der Schnurfüßler (15cm lang)
Der Tag fing ganz human um 6 Uhr an mit zwei Stunden arbeiten in der Herbal-Factory, wo wir Zitronengras, putzen sollten (die einzelne Bündel die man auch in Deutschland kaufen kann stecken in Knollen, die zusammenhängen). Am Ende der Arbeit kam Oma zu uns und wollte darüber reden das es zu gefährlich ist für die Mädchen wenn sie Abends im Bikini schwimmen gehen, anstatt in voller Kleidung. Dazu muss man sagen wenn wir schwimmen gehen dämmert es schon stark und wir sind immer alleine. Das der eigentliche Grund warum sie mit Kleidung schwimmen gehen sollten, schien aber schnell durch und zwar das Oma das nicht wegen der Kultur wollte, genauer genommen wegen der Kultur in der Asoke (Der See ist 500 Meter außerhalb).
Inmitten der grünen Hölle
Ich muss sagen uns hat uns das extrem genervt weil es absolut unfair ist, dass ich in Badehose schwimmen gehen darf aber die Mädchen in langer Stoffhose und Hemd schwimmen gehen sollen.
Ich hatte schon länger das Gefühl gehabt etwas länger für mich allein sein zu müssen und so as ich mein Frühstück schnell auf und machte mich danach auf eine kleine Fahrrad-Tour auf. Mein Plan war einfach die Straße vor der Asoke immer weiter zu fahren und nach 2 Stunden umzudrehen und wieder zurückzufahren, sodass ich pünktlich zum Thai-Unterricht wieder zurück wäre.
Also fuhr ich los immer, immer grade aus. Auf dem weg machte ich das erste mal an einem kleinen See halt, hinter dem ein kleines Dickicht anfing, das ich mir genauer ansehen wollte. Das Dickicht war nicht sehr breit, vielleicht 50 Meter und danach fing wieder ein Reisfeld an, jedoch war das Dickicht entlang einiger Pfade gespickt mit Fallen, die durch einen gespannten Bambusstock scharf gemacht wurden. Ich weis nicht genau wie sie funktionieren weil mir der Tötungs-Mechanismus nicht ganz einleuchtend vorkam, jedoch gehe ich aus, dass man damit kleine nagende Säugetiere fängt. Kurz später traf ich an einem kleinen Kanal auf mehrere Männer, die mit Wurfnetzen nach Fischen auswarfen. 
Ich nenne diesen Berg nur noch, "Ayers Rock von Isan"
Ich habe kurz mit ihnen geredet (mein Thai reicht schon für ein Hallo, was sie fangen und ob sie auch Krebs fangen, außerdem tschüss wegen dem Regen der aufzieht (jedoch alles nur so gesagt das es verständlich aber vom Satzbau nicht korrekt ist)).
Sie wollten mir sofort zeigen wie man das Netz auswirft und drückten mit es direkt in die Hand. Gar nicht so einfach die Handhabung, aber die Fischer waren Meister darin und führen ihren Job wahrscheinlich auch jeden Tag aus. Selbst ein sehr alt aussehender Greis warf noch sein Netz aus und stieg anschließend ins Wasser um es wieder einzuholen.
Ein Hirte hütet seine Wasserbüffel Herde
Ich hatte am Horizont einen kleinen Berg entdeckt, der in der Richtung der Straße lag und außerdem komplett mit dichtem primär Regenwald bewaldet war. Er sollte der Scheitelpunkt meiner Tour sein. Als ich also an ihm ankam, musste ich mir im Regen erst mal eine Pfad suchen, denn ohne gab es absolut kein durchkommen. Ich gib vielleicht für 15 Minuten in ihn rein, doch bewegte mich nur an den Flanken des Berges. Dafür habe ich riesige Schnurfüßler entdeckt.
Auf dem Rückweg sah ich kurz nach dem ich losgefahren war ein paar Angler an einem kleinen Fluss sitzen und hielt an um mir ihre Methoden genauer anzuschauen. (Stipangel mit Wurm als Köder, primitiv aber wirksam) Sie waren alle sehr freundlich und präsentierten mir stolz ihren Fang (kleine Fische von Zeigefinger bis Handgröße). Ich wollte gerne sehen wie ein Fisch gefangen wird und wartet. Einer der Thais bot mir bald eine ihrer Angeln an und so angelte ich mit ihnen bis ich drei kleine Welse gefangen hatte.
Mein "Angelkollege"
Nach dem Thai-Unterricht sollte wir mit Aga zu ihrem Haus nach Kantahralak fahren um bei ihre zu essen und ihre Familie kennen zu lernen. Als wir ankamen kauften wir zu erst Nachtisch auf dem sogenannten Night-Market gegenüber von dem Supermarkt/Haus von Aga ein. Aga's Haus ist wie die meisten Häuser hier in Thailand fast komplett offen, die Küche und das Wohnzimmer ist nur überdacht. Wir machen Som-Tam (Papaya-Salat) selber und bekamen auch gezeigt wie man eine weitere Speise mit Blättern aus ihrem Garten, Pilzsoße und Tofu kocht.
Das Essen war super lecker und die Familie von Aga, bestehend aus Aga ihrem Man, ihrer Tochter und ihrem Enkelsohn, ist auch super nett. Später kamen noch Freunde von ihrer Tochter vorbei, die aus Südafrika stammen und in Kantharalak an der Schule nach ihrem Studium unterrichten um ihre Studiums-Schulden zu begleichen. Sie erzählten uns allerhand interessantes über ihre Schule. Bei ihnen ist es so, dass eigentliche acht Native-Speaker an der Schule arbeiten sollen, es aber nur vier gibt und weil es wohl unfair ist wenn nicht alle Schüler den Vorteil eines Native-Speakers als Lehrer haben, es fairer ist wenn ihn nur die Schüler haben dessen Eltern Schulgeld zahlen. 
Die drei Fischarten die gefangen wurden
Diese Schüler sind außerdem in einem anderen Schulgebäude mit Klimaanlage, Computern, Internet, Fernsehen und Over-Head-Projektoren untergebracht. Außerdem ist es anscheinend völlig egal wie die Schüler abschneiden, denn hier wird niemand zurückgelassen und der Test so lange wiederholt bis der Schüler besteht oder der Lehrer die Schulaufsicht 50% gibt um sich dies zu ersparen.

Montag, 8. September 2014

Day 26: Erster Vokabel-Test nach einem halben Jahr gekonnt verhauen


Heute sollte eigentlich Mönchs-Stunde doch wie so häufig hatten die Mönche doch keine Zeit also konnten wir noch immer nicht mit ihnen reden. Dafür sollten wir unsere Hütten aufräumen (meine sieht immer aus wie Sau weil wir dort immer zu dritt essen und auch häufig einfach nur zusammen abhängen und daher dreifacher Dreck entsteht. Das Frühstück fiel heute prächtiger denn je aus, ich habe noch nie so viel gutes Essen auf einem Fleck gesehen wie heute. Da entstehen schnell Platz Probleme auf dem eigenen Teller. Der Anlass war wieder ein Buddhistisches Fest, wir wissen aber nicht welches, jedenfalls waren viele Besucher beim Essen dabei.
Mein bescheidenes Frühstück
Um 11 hatte ich Unterricht mit meinen Grundschülern. Ich muss wirklich sagen, dass sie meine liebsten Schüler sind, weil sie nicht nur niedlich, lustig und super nett sind sondern das vorbereiten auch echt einfach ist und sie sehr fleißig sind und immer für Spaß zu haben. Wie zum Beispiel „Der Plums-Sack geht rum“ am Ende der Stunde.
Mittags um drei hatte ich wieder Thai-Unterricht und wir hatten als Hausaufgabe aufbekommen die Zahlen von Null bis Zehn in Thai-Zahlen schreiben zu lernen. Ich hatte das auch noch im Kopf, nur ist mein viel zu langes Mittagsschläfchen bis ganz kurz vor Stundenbeginn zum Verhängnis geworden. So konnte ich von 11 Zahlen nur zwei in Thai schreiben und hab mich echt geärgert weil ich es eigentlich echt cool finde die Schrift schreiben zu können. Na ja das werde ich wohl nachholen müssen. Abends nach dem Abendessen und vor meiner Adult-School Stunde waren wir wieder schwimmen. Wir haben uns auch vorgenommen jeden Tag wenn es passt schwimmen zu gehen weil es so erfrischend ist. Außerdem ist es super schön im Wasser liegend, sich an einem Bambus-Stamm festhaltend den Sonnenuntergang zu sehen (oder zu mindest Teile die durch die Bäume hindurch scheinen)

Sonntag, 7. September 2014

Day 25: Evening-Dip




Granulat aus geschreddertem Stroh,
Sägemehl und weiteren Zutaten wird
in Säckchen gefüllt

Anschließend komprimiert

Verschlossen

und nach einem kurzen Erhitzen so lange
gelagert bis die Pilze wachsen

Das reich verzierte Krematorium des -Klosters

Vor einer der Mönchsbehausungen






---> SCHAUT EUCH DEN EINTRAG VON FREITAG UND SAMSTAG NOCH EINMAL AN, SEIT HEUTE MITTAG GIBT ES 45 BILDER IN IHNEN ZU SEHEN <---

Mein Unterricht morgens früh fällt wegen der Vorbereitungen der Pilz-Farm für die nächste Zeit immer aus, daher kann ich morgen bis kurz nach sieben schlafen. Während der morgendlichen Arbeit heute, kam Oma vorbei und sagte sie hätte uns Essen in meine Hütte gestellt doch sollten wir den Schülern keinesfalls etwas davon erzählen. Als wir zurück kamen fanden wir einen Korb gefüllt mit Sticky-Reis und frischen und noch warmen Waffeln. Daher war heute das erste Mal das ich nach dem Nehmen beim Frühstück noch Platz auf meinem Teller für mehr gehabt hätte.
Ein kleiner Junge fischt in einem kleinen Fluss in mitten der
Reisfelder
Ich habe Sonntags nie Unterricht und kann daher nach der Arbeit frei über den Tag verfügen. Doch zu erst war die Aktualisierung meines Blogs dran, viele Bilder der letzten zwei Tage fehlten noch.
Außerdem bereitet ich noch etwas Unterricht für die nächsten Tage vor. Nachmittags um vier führen wir mit den Fahrrädern wieder in Richtung des nächsten Orts Karacheng. Am Ortsausgang befindet sich wie wir heute raus fanden eines von zwei Buddhistischen Klöstern, welches wir uns kurz anschauten. Es liegt unter vielen Bäumen direkt an einem großen See.
Anschließend führen wir noch ein gutes Stück auf die Reisfelder hinaus, jedoch merkten wir bald das man dort immer weiter und weiter fahren kann und es folgen nur mehr Reisfelder.
Auf dem Ausflug war mir das erste Mal Richtig klar geworden wie viel besser es den Menschen in der Asoke im Vergleich zu den Leuten außerhalb geht. Die Häuser sind zwar von der Größe ähnlich, doch außerhalb viel improvisierter gebaut und es liegt sehr viel Müll herum. Häufig werden Dächer nur aus Planen gebaut oder aus einer viel zahl von Wellblechstücken. Der Müll wird hier noch häufig verbrannt worauf halb verkohlte Plastikreste an den Rändern der Straße hindeuteten.
Es scheint als lägen die Prioritäten häufig anders, zum Beispiel haben die meisten Häuser Fernsehantennen und nicht selten sieht man jemanden SMS auf einem modernen Smartphone schreiben während Er oder Sie vor einer recht runtergekommen Hütte sitzt. Man muss sich dann immer wieder vor Augen führen das die Menschen in der Asoke ein einfaches Leben wählten obwohl sie häufig aus durchaus wohlhabenderen Verhältnissen stammen jedoch sich die lokale Bevölkerung ihren Lebensstil nicht aussuchen konnte.
Abends nach dem Abendessen um fünf fuhren wir zu einem kleine See in der Nähe um schwimmen zu gehen. Es ist ein wunderbares Gefühl nach fast vier Wochen endlich wieder zu schwimmen. Das Wasser war so warm, dass es einen aber an der Oberfläche gar nicht erfrischen kann. Für Erfrischung muss man tauchen.
Hauptstraße von Karacheng

Die Kunst des Pilzfarming wird in folgendem Link präzise Beschrieben:

---> SCHAUT EUCH DEN EINTRAG VON FREITAG UND SAMSTAG NOCH EINMAL AN, SEIT HEUTE MITTAG GIBT ES 45 BILDER IN IHNEN ZU SEHEN <---